
Zum Erzielen eines kleinen, intensiven Röntgenstrahles reichen
herkömmliche Techniken (z.B. Blenden) nicht aus. Selbst erhöhte
Leistung der Röntgenröhre würde nicht den gewünschten Intensitätsgewinn
bringen. Deshalb setzt man Röntgenoptiken ein. Mit Ihnen kann dicht an
der Röhre ein höherer Raumwinkel erfasst werden und quasi wie bei einem
Lichtleiter auf die Probe konzentriert werden. Im einfachsten Fall kann
das eine Mono-Kapillare sein.

Bei Polykapillaren werden viele tausend winziger Monokapillaren gebündelt und so geformt, dass sich die austretende Strahlung in einem Brennfleck vereint. Damit sind Strahl- Durchmesser von kleiner 20µ mit ernorm hoher Intensität erzielbar.

Verglichen
mit einer Blende lassen sich mit einer Mono- Kapillare
Intensitäts-steigerungen bis zum Faktor 100 erzielen. Polykapillaren
erreichen hier zum Teil Werte von über 1000. Die universelle
Konstruktion des EAGLE erlaubt den Einsatz sämtlicher Möglichkeiten bei
der Strahlformung.
Die so angeregte Probe emittiert characteristische Röntgenstrahlung, die mit einem hochauflösenden Si(Li)-Detektor von EDAX analysiert wird. Damit wird die simultane Analyse aller Elemente von Natrium bis Uran möglich. Mit dem EAGLE steht ein universelles Werkzeug zur Analyse kleinster Flächen, Verteilungsanalysen längs einer Linie (Line-scan) oder auf einer Fläche (Mapping) zur Verfügung.